Probstzella – Sattelgrund, 27, 5 Wanderkilometer
Der heutige Tag steht unter dem Stern „gesucht und doch nicht gefunden“.
An einigen Stellen, so stellte es sich heraus, waren die Platten entfernt worden, da war es schwer, noch einen klaren Weg zu erkennen. Dann war Openstreetmap nicht ganz so akkurat wie das topologische Institut von Thüringen, und so kam es halt zu ein paar Umwegen, Fehlwegen und Umkehrern. Geplant war eine Tour von gut 22 km, geworden sind es dann 27.5. Das merke ich nun am Abend während dem Schreiben, dass die Beine etwas müder sind als auch schon.
Damit ich um 13.54 den Bus sicher erreiche, bin ich schon vor 7 Uhr losgezogen.

Die Kirche von Probstzella im Morgenlicht, die Uhr zeit 06.40.

Moderne Industriearchitektur am Rande des Dorfes.

Wer misst mist Mist, der Gefällmesser gab runde 50% Gefälle an, das war Tagesrekord.
So sieht der Wanderalltag aus. Schritt um Schritt zwischen den Löchern gehen und schauen, dass ich mir den Fuss nicht verknackse.

Ein Blick zurück auf Hotel und Kirche. Die Geschichte des Hotels ist aussergewöhnlich, dazu gibt es mehrere Quellen und diese will ich hier nicht zitieren. Für mich einfach ein Wunder, dass so etwas noch steht.


Gerätschaften mitten im Wald aufgeschichtet, dessen Sinn und Zweck sich mir verschliesst.
An einer Stelle versuchte ich den ursprünglichen Kolonnenweg zu ergründen. Erfolglos Umkehrstelle. Zwischendurch dachte ich, doch es geht, dann wieder Zweifel und als das Kraut dann so dicht wurde, musste ich mir eingestehen, besser umkehren, das bringt nichts ausser Aufwand und sehr grosser Zeitverlust.


Einen sogenannten Waldcampingplatz habe ich angetroffen. Zeit für eine kuzr Rast.

Diese Stelle, und auch andere, sahen so aus, als ob nur ganz selten ein Mensch da den Weg findet.

Eine weitere pfadfinderische Stelle. Mal im Wald, mal dem Waldrand entlang.

Doch dann, Licht am Ende des Tunnels. Von da an gings einfacher.

Gewohnter Plattenweg. Und irgendwie schaffe ich es bei der Etappenplanung, dass der baumfrei Bereich der Wanderung an die Mittagszeit kommt.

Und zwischendurch den Blick in die Ferne schweifen lassen.
Schlussendlich habe ich die Busshaltestelle mit genug Zeitreserve erreicht. Und das Umsteigen auf den Zug in Förtschendorf zeitlich auf gut auf die Reihe gekriegt, was bei fast 50 Minuten Anschlusszeit ja auch gut möglich sein sollte.
In Probstzella ins Auto gestiegen und für die nächsten Tage in Sonneberg das Zelt aufgeschlagen.